29. April 2022

IVECO und Eni kümmern sich um die nachhaltige Mobilität von Nutzfahrzeugen

IVECO, eine Marke der Iveco Group N.V. (MI: IVG) und ein Pionier bei Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben, und Eni geben die Unterzeichnung eines Letter of Intent (LoI) bekannt. Die beiden Unternehmen wollen ihre Kompetenzen bündeln, um eine mögliche Zusammenarbeit zu prüfen. Gedacht wird dabei an Initiativen für die nachhaltige Mobilität im Nutzfahrzeugsektor in Europa, bei denen beide seit einiger Zeit aktiv sind, und die Beschleunigung der Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs.

IVECO und Eni wollen eine integrierte nachhaltige Mobilitätsplattform für gewerbliche Flotten schaffen, indem sie innovative Fahrzeuge anbieten, die mit Biokraftstoffen und nachhaltigen Energieträgern – wie HVO(Hydrotreated Vegetable Oil)-Biokraftstoff, Biomethan, Wasserstoff und Strom – und der entsprechenden Infrastruktur betrieben werden.
Die Zusammenarbeit sieht unter anderem vor, dass Eni 100 Prozent reinen HVO-Kraftstoff für schwere Lkw von IVECO anbietet, die mit entsprechenden Motoren ausgestattet sind. Der hochwertige Biokraftstoff HVO lässt sich in seiner reinen Form in allen modernen Dieselmotoren verwenden. Es handelt sich dabei um einen Biokraftstoff, der aus pflanzlichen Rohstoffen und Abfällen gewonnen wird, hergestellt in den Bioraffinerien von Eni in Venedig und Gela mit der geschützten Ecofining™-Technologie. 100 Prozent reines HVO ermöglicht eine Verringerung der CO2-Emissionen um 60 bis 90 Prozent (berechnet über den gesamten Lebenszyklus) im Vergleich zum Standardmix fossiler Kraftstoffe.
Darüber hinaus beabsichtigen Eni und IVECO – Europas führender Hersteller von gasbetriebenen Nutzfahrzeugen – auch, die Marktverfügbarkeit von Biomethan zu beschleunigen, einem erneuerbaren Kraftstoff aus agroindustriellen Abfällen, der sowohl komprimiert (CNG) als auch verflüssigt (LNG) zum Einsatz kommt. Ermöglicht wird das durch Partnerschaften in Italien und im Ausland.
Die nicht exklusive Zusammenarbeit umfasst auch Initiativen zugunsten von batterieelektrischen Fahrzeugen und Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen sowie der entsprechenden Infrastruktur. IVECO plant die Einführung neuer batterieelektrischer und wasserstoffbetriebener Brennstoffzellenmodelle, während Eni ein Netz von Ladestationen einrichten will. Die Eni Live Station in San Giuliano in der Nähe von Mestre (Venedig) ist die erste Wasserstofftankstelle in einem städtischen Gebiet in Italien; eine zweite Station wird in San Donato Milanese folgen.
„Wir schreiten auf dem Weg zur Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs weiter voran, indem wir alle derzeit verfügbaren Optionen nutzen und alle potenziellen Entwicklungsbereiche verfolgen", sagt Luca Sra, President Truck Business Unit, Iveco Group. „Diese Zusammenarbeit mit Eni ist ein weiterer Schritt der Iveco Group zur Erreichung unseres Netto-Null-Emission-Ziels bis 2040. Sie wird uns ermöglichen, die umfangreiche Erfahrung beider Unternehmen, die in jahrelanger Forschung und Anwendung in diesem Bereich gesammelt wurde, zu nutzen und neue Kundenlösungen zu entwickeln, die im Hinblick auf die Reduzierung der Gesamtbetriebskosten (TCO) ökologisch effektiv und effizient sind."
Giuseppe Ricci, Energy Evolution Business Director, Eni, erklärt: „Die Zusammenarbeit mit IVECO ist Teil der Eni-Strategie, um bis 2050 das Netto-Null-Emission-Ziel zu erreichen. Um diesen Übergang zu erreichen, ist es unerlässlich, alle verfügbaren Technologien mit einem komplementären Ansatz zu nutzen, der dazu beitragen kann, emissionsreduzierende Produkte zu liefern. Gemeinsam mit IVECO werden wir in der Lage sein, einen nachhaltigeren Transport voranzutreiben. Denn die Partnerschaft umfasst sowohl technologisch fertige, sofort verfügbare Lösungen wie Biomethan und HVO-Biokraftstoff, bei dem Eni der zweitgrößte Produzent in Europa ist, als auch die gemeinsame Entwicklung von Lösungen, die mittel- und langfristig bereit sein werden. Dazu gehören das Wasserstoffnetz und die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen, wobei zu bedenken ist, dass die Energiewende sehr komplex ist und den synergetischen, vorausschauenden Beitrag aller Akteure der Branche erfordert."
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